Neues rund um das Kitsune
Japanische Leckereien
Text: Frank Wieding
Auch wenn's chic aussieht: Es ist schon mutig, Wände und Decken in einem Souterrain-Restaurant in einem dunklen Braunton zu streichen. Nicht das einzige Ungewöhnliche im Anfang August in Hoheluft eröffneten "Kitsune Izakaya". Denn trotz japanischer Küche sucht man Sushi auf der kleinen Karte vergeblich.
Eine gute Handvoll Vorspeisen und ebenso viele Hauptgerichte gibt es - und von einigen Zutaten haben wir zum ersten Mal gehört. Doch das ist Teil des Konzepts von Inhaber und Koch Martin Schulz. Vorbild für das Restaurant ist eine traditionelle japanische Gastwirtschaft, Izakaya genannt. Und Kitsune sind rote und weiße Füchse, die nach der japanischen Mythologie die Göttin der Nahrung und Fruchtbarkeit beschützen.
Was kann da schon schiefgehen? Wir starten mit Dengaku Dofu, gebackenem Tofu mit zweierlei Misosauce (5 Euro) - ein Gedicht, das wir gleich ein zweites Mal ordern, was aber leider vom Service vergessen wird. Nicht weniger lecker ist das Spinattürmchen, Hourensou No Ohitaschi (5,20).
Wenn wir schon traditionell japanisch essen, dann darf Sake nicht fehlen, auch wenn Reiswein nicht jedermanns Sache ist. Wir entscheiden uns für einen Torkusen Masumi ("Spiegel der Reinheit", 15 Vol., 0,3-Liter Flasche 21 Euro).
Vegetarisch ist nur ein Hauptgericht auf der Karte. Agedashi Dofu, gebackener Tofu in pikanter Dashimarinade von Lauch und Ingwer mit zweierlei Gurkensalat (10,40). Echt lecker. Die Küche bereitet uns ein zweites Gericht, Gemüse-Tempura mit einer Sauce aus Shiitakepilzen (9,50). Einfach, aber ebenfalls lecker. Zum Nachtisch werden Gin-Tonic-Eis mit frischen Datteln (5,80) und Schokocanelles mit Grapefruit und Kokossorbet serviert. Ein würdiger Abschluss. Die Göttin der Nahrung meinte es gut mit uns.
UNSER URTEIL (max. 5 Punkte)
Zubereitung 4
Service 3,5
Weinkarte 3,5
Ambiente/Atmosphäre 3,5
Preis/Leistung 4
Gesamtwertung 4