Neues rund um das Kitsune
Das Kitsune Izakaya im Feinschmecker
Text: Debora Knür
Martin Schulz kennt die Geheimnisse aus eigener Erfahrung. Eineinhalb Jahre hatte der gelernte Koch und Metzger in Japan gearbeitet, bevor er in Hamburg sein eigenes kleines Lokal nach dem Vorbild traditioneller japanischer Gastwirtschaften, den izakayas, eröffnete und es nach den Füchsen der Mythologie „Kitsune“ nannte.
Puristisch ist das Ambiente mit braunen Wänden, offener Küche sowie Tischen und kastenförmigen Hockern aus dunklem Holz, unkompliziert die Atmosphäre, die auf Etikette und Förmlichkeit verzichtet und eher dem Flair einer
anspruchsvollen Snackbar entspricht.
Das handgefertigte Keramikgeschirr wurde von Studenten der Hochschule für bildende Künste entwickelt und hergestellt, die guten Produkte für die traditionellen Gerichte stammen aus der Region. Die Auswahl ist überschaubar,
alles wird in Tapas- Form serviert, die Hauptgerichte mit Reis – Teilen erwünscht.
Gut gefiel uns der Start mit „Take no Paprika“, dezent scharfem Paprika- Oktopus- Salat, und otsunami onigiri, Reisbällchen mit Rosa Filet und geschmortem Ragout vom Schwein. Erstklassig die kurz angegrillte Eismeer- Forelle als Sashimi, gut auch die Roulade vom hauchdünnen Entrecote, gefüllt mit Süßkartoffel und Rettich sowie yakitiri- Spieße vom Huhn mit Filet und in Oolong- Tee marinierter Keule mit Pflaumenpüree.
Dazu gibt es eine kleine Auswahl europäischer Weine, Sake und Ein halbes Dutzend japanischer Grüntees wie den Gyokuro aus Schattentrieben. Netter, zurückhaltender Service.
